Dienstag, 17. Juli 2018

Die traurige Geschichte vom Harzer Käse


Ein trauriges Kapitel im Buch der Harzer Spezialitäten ist der Harzer Käse (oft auch Harzer Roller genannt). Und dabei hätte es eine schöne Geschichte werden können ‒ wenn irgendjemand rechtzeitig daran gedacht hätte, den Sauermilchkäse auf EU-Ebene als Harzer Spezialität anerkennen zu lassen. Hat aber niemand ‒ und deshalb wurden alle Produktionsstätten im Harz nach und nach von einem Molkerei-Konzern aufgekauft und die Produktion des Käses schließlich nach Sachsen verlagert. Heute ‒ so ist zu hören ‒ wird der Käse in wenigen kleinen (Hobby-)Manufakturen im Harz hergestellt und in exklusiven Liebhaberkreisen verspeist.

Eine davon befindet sich im Vorharz, in Immenrode - wo die Begeisterung für den Harzer Käse so groß ist, dass wir dort die sehr interessante Geschichte dieses speziellen Käses nachlesen und einen vom NDR gedrehten Film dazu (erst herunterladen und dann) anschauen können. Was nicht weiter verwundert, denn Immenrode sieht sich sozusagen als "Wiege des Harzer Käses":
Man sollte es nicht für möglich halten, aber genauso war und ist es. Der berühmte Harzkäse entwickelt seine Geschichte und Herkunft nicht etwa im Oberharz oder aus den Ursprüngen des traditionellen Molkereiwesens in Harzer Landen, sondern einzig und allein in Immenrode.
Vielen Dank für die interessanten Geschichten, liebe Immenröder/innen und weiterhin gutes Gelingen beim "Käsebacken".

Es folgen:
  • Kartoffeltorte mit sechzehn Eiern
  • Zuckerkuchen und Eierkranz
  • Die Harzer lieben Klümpe und Kartoffeln
  • Der Harz: Nichts für Suppenkasper
  • Der tierische Reichtum des Waldes - ehemals nur für Reiche
  • Der Harz: Ein Paradies für Freunde der deftigen Wurstspezialitäten
  • Eine Erfindung der Neuzeit: Das Blaubeerschmandschnitzel
  • Literaturtipps und passende Buchempfehlungen zum Thema
Bereits erschienen:

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